PROJEKTE * Migranten

Hintergrund

Aufgrund der ethnischen Vielfalt in und um Mae Hong Son ist es schwierig allein einen Sprachkonsens zu finden, was auch der Grund ist warum die Karenni in der Etablierung von Strukturen hinter allen anderen Volksgruppen nachhinken.

Es existiert ein kleines Netzwerk an lokalen Organisationen, welche versuchen die aus ihrer Sicht dringendst benötigte Bildung an die Mitglieder der verstreuten Klein Exilgemeinden weiterzugeben – mit minimalsten Ressourcen.

Flüchtlings Hilfszentrum - Rising Hope
EMFS Office

Die Ethnic Migrant Families Society ist eine Migrantencommunity, die schon länger aktiv ist, aber auf Grund fehlender Ressourcen, sowie eines eigenen Büros sehr langsam vorankam.

Saw Maung Maung ist der Leiter der Community. Karen, Ende 50 und aus dem Widerstand kommend hat er die letzten 30 Jahre in Thailand verbracht und u.a. als Guide gearbeitet.Er kennt die politische Situation, geniesst das Vertrauen der Community und ist Ansprechpartner immer wenn es irgendwo Probleme gibt.
Seine Familie ist aktiv beteiligt und unterstützt die Arbeit .

Das Haus wird genutzt für weitere Trainings, ist Anlaufstelle für alle Migranten die hier Hilfe und Rat suchen, betreut sieben Kinder, die im Haus wohnen, bietet Möglichkeit emails abzufragen, im Internet zu surfen.

Alle Aktivitäten sind von der Community selbst initiiert und durchgeführt. Burmahilfe finanzierte eine Grundausstattung des Hauses, hat Beraterstatus, ersetzt fehlendes Equipment und bezahlt Honorare an die Engagiertesten der Community.

Ein Altersheim befindet sich im Bau, Sponsoren für die laufenden Kosten sind noch nicht gefunden.

Burmahilfe unterstützt weitere Trainings zu Themen wie Gesundheitsvorsorge und Migrantenrechte.

 

Human Rights Training 17.1. bis 21.1.2007

Aus Gebieten kommend in denen es weder Informationsbeschaffung noch Schulwesen gibt, glauben die meisten Karenni Menschen dritter Klasse zu sein und schämen sich für ihre Herkunft. Die eigene Kultur wird versteckt, verleugnet, und geht so langsam verloren.

Die Ethnic Migrant Families Society (EMFS) unter der Leitung von Saw Maung Maung organisierte eigenständig ein Training mit dem Ziel ein Bewusstsein für grundlegende Menschenrechte in der Migrantengemeinde zu schaffen.Der Trainer gehört selbst der Ethnie der Karenni an und hat Erfahrung im Unterricht der eigenen Leute.

Mit praktischen Übungen wurden die Teilnehmer zu kritischem Denken, sowie Stärkung des Selbstwertes angehalten.17 Teilnehmer aus den umliegenden Migrantengemeinden nahmen teil.Als Veranstaltungsort diente der Migrantenkindergarten.

Das Training wurde von beiden Seiten - Trainer und Teilnehmer - als Erfolg gewertet

 

 

 

 

Nai Chi Migrant Labour Union

Ist eine Migrantencommunity, die sich bemüht den Kindern ihre kulturelle Identitaet wiederzugeben. Aus Kriegsgebieten kommend besuchen zwar alle die Thai Schule, verlernen jedoch Stammessprachen und Bräuche.

Die Nai Chi Schule will an den Wochenenden einen Zusatzunterricht zum Erhalt der kulturellen Identität einrichten.

Unsere Spende wurde fuer Stühle und Tische verwendet.


Nai Soi Community Learning Center

Ist ein Schulprojekt welches versucht den Mittellosen und Rechtlosen Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen.

Durch gute Zusammenarbeit mit den Thai Behörden ist die Schule inzwischen anerkannt.

Mit unserer Spende wurde ein Teil finanziert.

Gemeinsam mit Child's Smile, einer kleinen Organisation aus Graz, haben wir die Finanzierung des neuen Klassenzimmers , welches die Computer vor Feuchtigkeit schuetzen soll, ermoeglicht.

Zukunft

Dringendst benötigt werden Bildungsprogramme die den Menschen wieder Würde und eine Zukunftsperspektive geben.


Aufklärung über Recht und Gesetz im Gastland sowie Projekte zur eigenständigen Einkommenssicherung sind nur ein Teil des Gesamtprogrammes.


Durch mobile Trainings in den verstreuten Gemeinden werden die Menschen auf einen gemeinsamen Wissensstand in Grundlegendem gebracht.


In einem Kultur und Bildungszentrum, welches alle Gruppen - auch die lokale Bevölkerung - einbindet, kann dann auf weitere wichtige Themen wie Trauma Bearbeitung, oder die Bewahrung des kulturellen Erbes eingegangen werden.

Seine Majestät, König Bhumipol unterstützt bereits Projekte in der Region, die vorbildlich sind.

 

PROJEKTE * Migranten

 

 

 

 

EMFS Menschenrechtstraining